Dicke Eiche

Standort: Lindach,

nahe Kohlweiher und Kohlhauhütte, mitten im Wald. Sie ist deshalb nicht so leicht zu finden.
Am einfachsten geht es von der Kohlhauhütte aus. Genau gegenüber der Hütte führt ein gut erkennbarer Forstweg in den Wald. Am Ende dieses Weges nach rechts wenden, dann wird bald die hell leuchtende Bruchstelle der Dicken Eiche zwischen den Bäumen sichtbar.

Position: Internetkarte

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 Foto: 2008-04-08

Beschreibung

Eine wahrhaft dicke Eiche! Der Baum hat auf Brusthöhe (1,3 Meter über Boden) einen Umfang von 6,32 Meter (2008). Das Alter wird auf 350 bis 480 Jahre geschätzt. Damit ist die Dicke Eiche der dickste und vielleicht auch der älteste Baum im Schönbuch, allerdings in scharfer Konkurrenz zur Sulzeiche.

Wer etwas dazu beitragen kann und möchte, bitte Post an mich E-mail.

Bemerkungen

Die Dicke Eiche kann praktisch nur im Winter in voller Größe fotografiert werden; im Sommer wird sie vom Laub der umstehenden Bäume verdeckt.

 

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LupeFoto: 2008-04-08

Zwischen meinen Besuchen am 19. Februar und 8. April 2008 ist der Dicken Eiche ein Unglück zugestoßen. Es ist zwar nicht der exakt gleiche Kamerastandpunkt, aber man kann doch deutlich erkennen, dass dem Baum jetzt auf der rechten Seite etwas fehlt. Dieses fehlende Teil liegt rechts unten auf dem Boden.

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LupeFoto: 2010-09-22
Es ist ein etwa 20 Meter hohes Stammteil abgebrochen. Die etwa fünf Meter hohe Bruchstelle am verbliebenen Stamm zeigt auch, dass der Stamm schon weitgegend hohl war. Da diese Höhlung nun offen der Witterung und Schädlingen ausgesetzt ist, könnte das leicht das Ende der Dicken Eiche bedeuten, obwohl bis jetzt (Herbst 2012) noch keine weiteren Schädigungen zu erkennen sind.

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LupeFoto: 2010-09-22
Bemerkenswert ist die mehrere Meter lange Rinne, die an dem abgebrochenen Stammteil sichtbar ist. Aus der Nähe betrachtet halte ich das für die Brandspur eines Blitzeinschlags.

Das Ende der Dicken Eiche

Im Januar oder Februar 2013 ist die Dicke Eiche dann doch umgestürzt, oder nein – sie ist buchstäblich zusammen­gebrochen. Der verbliebene Stumpf lässt leider kaum noch etwas von dem Ausmaß des ehemaligen Stammes ahnen, verglichen mit dem Bild ganz oben auf dieser Seite.
Man musste ein Schild daneben stellen, um klar zu machen, dass es sich um die traurigen Reste der Dicken Eiche handelt.

So arbeitet die Natur: Werden und Vergehen, das alte muss Platz machen für neues – und wenn es Brennnesseln sind.
Man könnte ins Grübeln kommen: Man kann nichts bewahren wie es ist, und sei es noch so wünschenswert.
Wer immer das versucht wird zwangsläufig scheitern.


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LupeFoto: 2017-02-25
Im Vordergrund liegt das Bruchstück von 2008, dahinter liegend der 2013 umgestürzte Stamm und der Baumstumpf.

Das Trümmerfeld kann noch beeindrucken, wird aber auch vergehen.


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